Justin Razor – Ein Wunder in Bewegung
Am 19. Dezember 2022 erwähnt Rachel Razor, dass sich unser Leben mit einem einzigen Anruf veränderte. Bei unserem 10-jährigen Sohn Justin war erst einen Monat zuvor Epilepsie diagnostiziert worden. Nach einer eigentlich routinemäßigen MRT rief sein Neurologe mit einer erschütternden Nachricht an: Justins Anfälle wurden durch einen Gehirntumor verursacht. Wir waren dankbar zu erfahren, dass der Tumor nicht bösartig war und entfernt werden konnte, aber die Angst und Ungewissheit waren überwältigend.
Nach sieben Monaten umfangreicher Tests wurde Justin operiert, um den Tumor zu entfernen. Wir beteten, dass dies das Ende seiner Anfälle sein würde – aber innerhalb einer Woche kehrten sie zurück. Medikamente brachten keine Linderung. Wir konnten nur auf Gott und das medizinische Team vertrauen, die uns zum nächsten Schritt führen würden. Wir hielten fest an unserem Glauben und glaubten, dass Gott die Kontrolle hat und Heilung immer noch möglich ist.
Im Laufe des nächsten anderthalb Jahres ertrug Justin jede Art von neurologischer Untersuchung, einschließlich eines achttägigen Krankenhausaufenthalts, bei dem Chirurgen Elektroden direkt in sein Gehirn einsetzten, um die Anfallsaktivität zu überwachen. Im Januar 2025 unterzog er sich einer 8½-stündigen Kraniotomie, um beschädigtes Gewebe zu entfernen, von dem man annahm, dass es die Ursache für seine Anfälle war. Doch schon nach wenigen Tagen kehrten die Anfälle zurück. Nach drei Gehirnoperationen und unzähligen Behandlungen waren wir am Boden zerstört. Wir hatten das Gefühl, dass uns die Zeit davonläuft.
In dieser Zeit klammerten wir uns an Jeremia 29,11: „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“ Wir glaubten, dass Gott einen größeren Plan für Justin hatte – wir mussten ihm nur vertrauen.
Am 28. Juli 2025 wurde Justin zum vierten Mal am Gehirn operiert, um ein RNS-Gerät zu erhalten, eine Technologie, die entwickelt wurde, um abnormale Gehirnwellen zu erkennen und Anfälle zu stoppen, sobald sie beginnen. Die Ärzte sagten uns, dass es normalerweise ein Jahr dauert, bis eine deutliche Besserung eintritt.
Aber Gott hatte andere Pläne. Innerhalb weniger Wochen erlebten wir das Wunder, für das wir gebetet hatten. Justin erlebte nicht mehr täglich schwächende Anfälle, sondern nur noch ein oder zwei pro Woche – und das mit minimalen Nebenwirkungen. Seine Ärzte waren erstaunt. Sie sagten uns, dies sei erst der Anfang und Justin werde sich im Laufe der Zeit weiter verbessern.
Heute, nach vier Gehirnoperationen, hat Justin keine kognitiven Defizite, keinen Gedächtnisverlust, keine Sprachstörungen und keinen Sehverlust. Er schreibt in der siebten Klasse nur Einsen und spielt wieder als Torwart in seiner Reisefußballmannschaft. Er ist wirklich eines der Wunder Gottes.
Ohne Gebet und Gottes unerschütterliche Treue hätten wir diese Reise nicht durchstehen können. Durch jeden Rückschlag und jeden Sieg haben wir Gottes Herrlichkeit im Leben unseres Sohnes gesehen.
Gott sei die Ehre – er ist immer noch am Werk.
Justin Razor